Was Oma noch wusste Teil 2 - Brot backen

Wie man Sauerteig und Hefe selbst herstellen kann

Selbstgemachtes Brot schmeckt ja doch am besten. Besonders Krisen zeigen uns, dass Unabhängigkeit und Selbstversorgung nicht nur sinnvoll ist, sondern auch Spaß machen kann.


Roggensauerteig

Sauerteig ist an und für sich unbegrenzt haltbar, man muss in nur immer füttern ;)

Beginne an Tag eins mit 50g Roggenmehl und 50 ml lauwarmes Wasser verrühren, abdecken und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Das wiederholst du fünf Tage lang. Ab Tag drei oder vier beginnt der Sauerteig säuerlich zu riechen und kleine Blasen bilden sich. Mit 200g Sauerteig kann man bis zu 1kg Brot backen. Wenn du für ein Brot 200g Sauerteig brauchst, kannst du den restlichen Sauerteig entweder im Kühlschrank in einem Glas aufbewahren, wo er bis zu zwei Wochen haltbar ist, oder wieder erneut anfangen mit dem "füttern". So ist der Sauerteig unbegrenzt haltbar. Es gibt Bäckereien die seit Jahren mit einem Sauerteig arbeiten und diesen immer wieder weiterfüttern. Bei einem Sauerteigbrot dauert es länger bis man das Brot backen kann, als wie wenn man mit Hefe arbeitet, idealerweise über Nacht den Teig gehen lassen.


Zweite Methode Hefe selber machen

Man braucht eine Trockenfrucht, sehr gut eignet sich Datteln. Bitte aber ungeschwefelt.


500ml lauwarmes Wasser, einen Teelöffel idealerweise braunen Zucker. Wenn keiner im Haus ist geht es auch mit Honig oder weißen Zucker. Alles zusammen in ein Schraubglas und täglich 2x gut schütteln. Das Glas einmal am Tag öffnen, damit Gase entweichen können. Fertig ist die Hefe wenn ein leicht vergorener Geruch wahrzunehmen ist.


Wenn nur mehr wenig Hefe im Haus ist und sie wieder einmal ausverkauft ist, kann man sie auch vermehren:


Das funktioniert mit Frischbackhefe und Trockenhefe können Sie vermehren.

  • 1/2 Würfel frische Hefe oder eine Tüte Trockenhefe (sieben Gramm)

  • 100 ml stilles Mineralwasser oder Leitungswasser

  • 100 g helles Mehl

  • 15 g Zucker

Zubereitung

  1. Zutaten in eine Schüssel und alles miteinander vermischen.

  2. Den Teig in der Schüssel mit einem Tuch ab.

  3. Stell die Schüssel an einen warmen Ort und ihn dort ruhen lassen. 

  4. Zwei bis drei Stunden stehen lassen.

  5. Portioniere den Teig und friere Ihn ein.

Bei dem Teig handelt es sich um einen sogenannten Vorteig, den man wie Backhefe anwenden kann. Denn durch den Gärprozess haben sich die Hefepilze in der Masse ausreichend vermehrt. Wichtig ist, dass Ihre so vermehrten Hefe aufgetaut ist und einige Zeit bei Raumtemperatur stehen konnte, bevor du sie verwenden kannst.


.... und wenn alles nicht funktioniert oder es mal schnell gehen muss

Brot ohne Hefe oder Sauerteig:

750gDinkelvollkornmehl, oder

Dinkelmehl es funktioniert aber auch mit Roggenmehl

1 1/2TLSalz

70gSonnenblumenöl

600mlWasser

1.5Pk Backpulver wer zu Hause hat auch gerne Weinsteinbackpulver


Zubereitung:

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben, die restlichen Zutaten dazugeben und gut durchkneten. (Küchenmaschine). Der Teig soll weicher sein als üblicher Brotteig (zäh reißend).

  2. Eine Kastenform mit weicher Butter einstreichen und mit Mehl stauben.

  3. Die Teigmasse in die Kastenform füllen und die Oberfläche mit Wasser benetzen. Den Ofen vorheizen. Das Brot im Heißluftbackrohr zuerst 15 Minuten, bei 200°C, danach 50 Minuten bei 160°C backen. Danach aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.




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