Empathie: Wie Kinder Mitgefühl lernen

Aktualisiert: 27. Feb 2020

Was ist Empathie?

Eine Definition von Empathie gibt es nicht, Wissenschaftler sind sich nicht einig. Man kann aber sagen, Empathie ist die Fähigkeit, zu erkennen, was in einem anderen vorgeht. Dabei hat Empathie viele Abstufungen.

Eine davon ist:

Die Perspektivübernahme: die Fähigkeit, die Sichtweisen anderer wahrzunehmen und einzuordnen.

Das Mitgefühl: empathische Gefühle für andere zu entwickeln, etwa Freude für oder Sorge um andere. Sich selbst unwohl, ängstlich oder gestresst zu fühlen, wenn andere negative Erfahrungen machen fällt unter die Kategorie Mitleid und ist ein Teil von Mitgefühl der aber nicht überhand nehmen sollte, sodass man selbst nicht fähig ist Lösungen zu finden und handlungsunfähig zu werden. Auch diese Abgrenzung kann trainiert und erlernt werden.

Die Fantasie-Empathie: die Tendenz, sich stark mit fiktionalen Charakteren zu identifizieren, etwa aus Büchern, Filmen oder beim Spielen, was bei Kindern besonders ausgeprägt ist und daher positiv genutzt werden kann.


Warum ist Empathie wichtig?

Warum sollten Kinder die Kompetenz Mitgefühl lernen? Empathisch zu handeln, ist wichtig für viele Bereiche des täglichen Lebens: für ein soziales Miteinander, für stabile Beziehungen, zum Lösen von Konflikten für den beruflichen Erfolg für die Fähigkeit soziale Verantwortung zu übernehmen. Wenn unsere Kinder also lernen, anderen Menschen emphatisch zu begegnen, haben sie wichtiges Gepäck für die Reise durch das Leben dabei, besonders in unserer heutigen Zeit, wo die Digitalisierung so rasch voranschreitet, ist Mitgefühl und soziale Kompetenz ein wichtiges Gegenstück für die Zukunft unserer Kinder.





Wie lernt man Kindern Empathie?

... in vier einfachen Schritten:

Tipp 1: Eine emphatische Beziehung zum eigenen Kind aufbauen

Tipp 2: Empathie, Mitgefühl & Fürsorge vorleben Tipp 3: Empathie und Fürsorge priorisieren

Tipp 4: Empathie lernen – Übung macht den Meister:

Zeit miteinander verbringen:

Setzten Sie sich mit ihrem Kind zusammen sprechen Sie miteinander und über Themen die Sie und ihr Kind gerade bewegen. lassen Sie jedem Raum, sein Thema zu erzählen . Nehmen Sie dabei Ihr Kindes ernst und bestärken Sie es, den Perspektiven der anderen ebenso intensiv zuzuhören.

Konfliktlösung fördern, Empathie lernen: Es gibt Streit in der Klasse oder mit einem Freund? Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, ermutigen Sie es, die Ansichten aller Beteiligten einzubeziehen und zu überlegen, was der andere wohl über den Streit fühlt.

Empathie wahrnehmen und reflektieren: Ob in Situationen mit anderen, beim Lesen eines Buches oder beim Filme schauen – sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wenn jemand Empathie zeigt, oder eben, wenn er sie gerade nicht zeigt.

Über Mitgefühl diskutieren: Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wo es schwierig ist, empathisch zu sein. Soll ich eine/einen Freund/Freundin zu einem Geburtstag einladen, den ein anderer Freunde nicht leiden mag? Einer erzählt hinter dem Rücken einer Freundin etwas nicht sehr Nettes , erzähle ich ihr das nun dem Betroffenen?

Zusammenarbeit fördern: Es ist toll, etwas für andere zu tun, aber noch schöner ist es, MIT anderen ein Problem zu lösen oder etwas für die Gemeinschaft zu tun. Nicht wer der Schnellste, der Beste ist zählt, sondern dass man zusammen etwas gestaltet und Spaß dabei hat. Fördern Sie Ihr Kind dabei. Damit geben Sie ihm die positiven Erlebnisse: Wer sein Kind hier unterstützt, etwa an gemeinschaftlichen Projekten teilzunehmen, der stärkt die sozialen Kompetenzen nachhaltig.





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